Die Unglückswiese bei Breetz
Die Sage erzählt von einem Landmann in Breetz, der große Ländereien besessen habe, dabei aber sehr geizig und geldgierig gewesen sei. Der habe einmal, als neue Kolonisten ins Land kamen, auf deren Zureden und zu deren Gunsten die Grenzen verändert und die Grenzsteine versetzt, so daß die große Wiese bei Breetz in falschen Besitz kam. Das ist aber dem Ärmsten sehr schlecht bekommen, denn er konnte nimmer Ruhe finden nach seinem Tod. Seine Seele wurde verdammt, auf der zu Unrecht verteilten Wiese als flammendes Irrlicht herumzuhuschen, und dort hat sie schon jung und alt bei der Feldarbeit gegen Abend in Angst und Schreck gesetzt. Darum und weil noch allerlei Wunderbares dort passiert, daß ein Heuwagen plötzlich umstürzt oder die Heumieten vom Wind zerstört und in die Luft getrieben werden, bleibt die Wiese bei Breetz nie lange in denselben Händen, sondern wechselt jährlich den Besitzer.