Die Hussiten in Guben
Bevor die Hussiten die Stadt Guben eroberten, hat in der Hundsgasse ein so furchbarer Kampf stattgefunden, daß das Blut den Berg heruntergeflossen ist und die Hunde dasselbe geleckt haben. Aus dieser Veranlassung hat man dem Weg den Namen Hundsgasse beigelegt. Hier werden die Leute nachts manchmal von einem weißen Hund begleitet.
In der Pförtenerstraße haben die Hussiten eine Frau eingemauert und ihre Hände und Beine mit Ketten gefesselt. Hernach kam von den Deutschen ein Offizier in das Haus. Da rasselte die Frau mit den Ketten. Der Offizier hörte es, ließ die Mauer aufbrechen und fand die Frau noch lebendig.