

Gertrud Wolf wurde 1905 in Fährkrug bei Templin als jüngste Tochter des Eisenbahners Emil Schlüter und seiner Frau Auguste geboren. Sie besuchte die Volksschule und lernte danach das Schneidern. Mitte der zwanziger Jahre heiratete sie den Kaufmann Gerhard Wolf und ging mit ihm in den dreißiger Jahren nach Neustettin (Pommern), wo er einen eigenen Getreidehandel aufbaute. Nach Anfang des 2. Weltkriegs kehrte das kinderlos gebliebene Ehepaar nach Templin zurück. Sie adoptierten zwei Kleinkinder aus entfernter Verwandtschaft: Manfred (Mani) und Brigitte (Gitta). Gertrud Wolf war von da an voll hauswirtschaftlich und pflegerisch in ihrer Familie tätig. Nach dem Tod des Vaters verzog sie in ein Templiner Heim für betreutes Wohnen, wo sie Ende der neunziger Jahre verstarb.