

Gunter Georgi, geb. 1928 in Annahütte, war nach Kriegsheimkehr Mitarbeiter in der Abteilung Gesundheitswesen beim "Rat des Kreises" Senftenberg. 1958 wurde er wegen "staatsfeindlicher Hetze" denunziert. Georgi hatte auf einer Weihnachtsfeier verschiedene Nazi-Größen parodiert und war aufgefordert worden, auch Walter Ulbricht nachzuahmen, was er mit der Bemerkung ablehnte, dies würde ihm zwei Jahre Gefängnis einbringen. Allein dies wurde als Bereitschaft ausgelegt, den DDR-Staat zu verleumden. Er kam in Untersuchungshaft, wurde freigesprochen, floh nach seiner nach der Entlassung in den Westen und lebte später mit seiner Familie im Saarland; 1992 wurde er rehabilitiert.