Bruno Schultz

Bruno Schultz (1897-1993) erlernte den Beruf eines Chemiegraphen und schloß sich frühzeitig der Arbeiterjugend an. 1920 trat er der KPD bei und betrieb in deren Auftrag die »Firma Schultz & Großkopf, Graphische Kunstanstalt«. Die in Berlin angesiedelte Druckerei arbeitete für den militärpolitischen Apparat der KPD und war Teil ihrer Passfälscherwerkstatt. Im April 1933 wurde Bruno Schultz verhaftet, später wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt und danach in das Konzentrationslager Sachsenhausen überstellt, Häftlingsnummer 43197. Die Befreiung erlebte Schultz im April 1945 im KZ-Außenlager Falkensee. Am 26. April 1945, an jenem Tag, an dem die Rote Armee das Außenlager Falkensee erreichte, begann Schultz mit seinen täglichen Aufzeichnungen, die er bis zum 8. Mai 1945 fortführte. Danach diente das Tagebuch als Erinnerungsbuch, in dem er auch Fotografien und Briefe ehemaliger Mithäftlinge aufbewahrte. Der letzte Eintrag stammt aus dem Jahr 1961. Heute befindet sich das Tagebuch im Bestand des Museums und Galerie Falkensee. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Museums und Galerie Falkensee.

 
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